Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Wer kann sich impfen lassen?

Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Mädchen und junge Frauen von 12-17 Jahren. Dementsprechend werden die Kosten auch von allen Krankenkassen in dieser Altersgruppe übernommen. Auf vorherige Anfrage übernehmen einige Kassen auch nach Überschreiten der Altersgrenze die Impfkosten im Erstattungsverfahren.

Wie wirkt die Impfung?
Die Impfung ist ein HPV-Impfstoff, d.h sie schützt vor einer Infektion mit dem HPV-Virus (Humaner Papilloma Virus Typ 16+18), welches die Zellveränderungen am Gebärmutterhals auslösen kann, aus denen sich dann der Gebärmutterhalskrebs entwickeln könnte. Durch Schutz gegen die Virusinfektion wird hier also das Auftreten des Gebärmutterhalskrebses und seiner Vorstufen verhindert.

Wie wird die Impfung durchgeführt?
Es muss insgesamt dreimal in den Oberarmmuskel geimpft werden. Zwei Monate nach der 1. Impfung erfolgt die 2. Impfung, dann nach weiteren vier Monaten die 3.Impfung.

Wo wird die Impfung durchgeführt?
In unserer Praxis kann die Impfung jederzeit nach Anmeldung durchgeführt werden.

Warum besteht die Impfempfehlung bisher nur für Frauen von 12-17 Jahren?
Bisher ist ein Impferfolg nur für Frauen nachgewiesen, die noch keinen Kontakt mit dem HPV-Virus hatten. Das HPV-Virus kann beim Geschlechtsverkehr übertragen werden.

Wie kann man sich vor dem Gebärmutterhalskrebs schützen, wenn man nicht geimpft ist?
Bei einem jährlichen Krebsvorsorgeabstrich kann der Arzt/die Ärztin frühe Zellveränderungen erkennen, die als Krebsvorstufen gelten. Diese Krebsvorstufen sind be-handelbar. Zur Früherkennung ist deshalb die jährliche Krebsvorsorgeuntersuchung ab 20 Jahren wichtig für ungeimpfte, aber auch für geimpfte Frauen.